Studio vs. Outdoor: Warum du unterschiedliche Presets brauchst
Viele Fotograf:innen wundern sich, warum ihre Bilder mal hervorragend aussehen und beim nächsten Shooting kaum in den Griff zu bekommen sind – obwohl sie mit denselben Lightroom Presets arbeiten. Besonders deutlich wird das, wenn Studio- und Outdoor-Bilder mit einem einzigen Look bearbeitet werden sollen.
Das Problem liegt dabei selten an fehlendem Können. Es liegt daran, dass Studio und Outdoor zwei komplett unterschiedliche fotografische Welten sind. Wer sie gleich behandelt, verschenkt Kontrolle und riskiert inkonsistente Ergebnisse.
1. Studio und Outdoor sind fotografisch nicht vergleichbar
In der Portraitfotografie ist Licht der zentrale Faktor – und kaum etwas unterscheidet sich so stark wie kontrolliertes Studiolicht und natürliches Outdoor-Licht.
Im Studio arbeitest du mit:
konstanten Lichtquellen
klaren Schattenverläufen
reproduzierbaren Setups
Outdoor hingegen bedeutet:
wechselnde Lichtfarben
unvorhersehbare Kontraste
Reflexionen durch Umgebung, Kleidung und Hintergrund
Diese Unterschiede lassen sich nicht „wegpresetten“. Sie müssen berücksichtigt werden.
2. Warum Studio Presets anders funktionieren müssen
Studio Presets sind für eine Umgebung entwickelt, in der du Licht bewusst setzt und steuerst. Kontraste sind klar definiert, Highlights lassen sich gezielt kontrollieren und Hauttöne sind vergleichsweise stabil.
Ein gutes Studio Preset:
geht sauber mit Highlights um
erhält Zeichnung in den Schatten
sorgt für kontrollierte Hauttöne
funktioniert über ganze Serien hinweg
Wird ein solches Preset draußen eingesetzt, wirkt das Bild oft zu hart, zu kühl oder farblich verschoben – nicht, weil das Preset schlecht ist, sondern weil es für eine andere Realität entwickelt wurde.
3. Outdoor Presets müssen mit Unsicherheit umgehen können
Outdoor Presets haben eine ganz andere Aufgabe. Sie müssen flexibel sein, ohne chaotisch zu werden. Tageslicht verändert sich ständig – durch Wolken, Uhrzeit, Umgebung und Reflexionen.
Gute Outdoor Presets:
reagieren sensibel auf wechselnde Lichttemperaturen
halten Hauttöne stabil
gleichen Kontraste aus, ohne flach zu wirken
schaffen konsistente Looks trotz wechselnder Bedingungen
Ein Studio Preset kann das nicht leisten – genauso wenig wie ein Outdoor Preset im Studio zuverlässig funktionieren wird.
4. Der häufigste Fehler: Ein Preset für alles
Einer der größten Fehler in der Portraitfotografie ist der Versuch, mit einem einzigen Preset alle Situationen abzudecken. Das führt zwangsläufig zu Inkonsistenz. Serien wirken uneinheitlich, Hauttöne springen, Farben verändern sich unkontrolliert.
Ein klarer Stil entsteht nicht durch ein Preset, das „irgendwie immer geht“, sondern durch gezielte Entscheidungen. Studio bleibt Studio. Outdoor bleibt Outdoor.
5. Warum unterschiedliche Presets mehr Freiheit bedeuten
Auf den ersten Blick klingt es nach Mehraufwand, mit unterschiedlichen Presets zu arbeiten. In der Praxis ist es das Gegenteil. Wer für jede Lichtsituation eine passende Basis hat, trifft schneller Entscheidungen und muss weniger korrigieren.
Statt ständig gegen das Preset zu arbeiten, arbeitest du mit ihm. Das spart Zeit, Nerven und sorgt für deutlich konsistentere Ergebnisse – vor allem über längere Zeiträume.
6. Presets sind Teil eines Systems, kein Einzelwerkzeug
In meiner eigenen Arbeit trenne ich Studio- und Outdoor-Looks bewusst. Nicht, um mich einzuschränken, sondern um Kontrolle zu behalten. Presets sind für mich Teil eines Systems: Sie setzen die Basis, auf der ich feinjustiere.
Dieses systematische Arbeiten ist einer der wichtigsten Schritte hin zu einem wiedererkennbaren Stil in der Portraitfotografie.
7. Fazit: Unterschiedliche Situationen brauchen unterschiedliche Lösungen
Studio und Outdoor sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Wer sie gleich behandelt, macht sich die Bildbearbeitung unnötig schwer. Unterschiedliche Presets sind kein Luxus, sondern die Voraussetzung für saubere, konsistente Ergebnisse.
Ein klarer Look entsteht dort, wo Entscheidungen bewusst getroffen werden – nicht dort, wo alles gleich aussehen soll.
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Hi, ich bin Julia – Portraitfotografin und Photo Artist von Hey Poly. Meine Lightroom Presets sind aus meiner Arbeit mit Licht entstanden – zwischen Studio, Outdoor und Mischlicht. Ich wollte Looks, die unabhängig vom Setting funktionieren: konsistent, stylish und mit dieser cinematischen Tiefe, die Bilder lebendig macht.
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