Lightroom Presets kaufen – worauf du wirklich achten solltest
Der Markt ist voll davon: Lightroom Presets in allen Farben, Stilen und Preisklassen. Ein Klick, ein neuer Look, angeblich sofort einsatzbereit. Viele Fotograf:innen investieren im Laufe der Zeit viel Geld – und stehen am Ende trotzdem vor denselben Problemen wie vorher.
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Genau deshalb lohnt es sich, beim Presets kaufen genauer hinzuschauen.
Nicht jedes Preset, das gut aussieht, ist auch gut gemacht. Und nicht jedes Preset, das verkauft wird, ist für die Portraitfotografie geeignet.
1. Gute Lightroom Presets erkennst du nicht am Look
Der größte Irrtum beim Presets kaufen: Der Look im Vorschaubild entscheidet. Dabei sagen Beispielbilder erstaunlich wenig über die tatsächliche Qualität eines Presets aus. Sie zeigen oft perfekt ausgeleuchtete Aufnahmen unter idealen Bedingungen – nicht die Realität deines Alltags.
Entscheidend ist nicht, wie ein Preset aussieht, sondern wie es reagiert. Auf unterschiedliche Belichtungen. Auf verschiedene Hauttöne. Auf wechselnde Lichtsituationen. Genau hier trennt sich Qualität von Marketing.
2. Qualität bedeutet Kontrolle, nicht Effekt
Hochwertige Lightroom Presets zeichnen sich nicht durch extreme Effekte aus, sondern durch Zurückhaltung. Sie verändern das Bild, ohne es zu dominieren. Farben bleiben kontrollierbar, Hauttöne natürlich, Kontraste nachvollziehbar.
In der Portraitfotografie ist das besonders wichtig. Ein Preset, das sofort „knallt“, mag auf Instagram gut funktionieren, erschwert aber saubere Bildbearbeitung und konsistente Serien. Lightroom Presets Qualität zeigt sich darin, dass du mit wenigen Anpassungen zum Ziel kommst – nicht darin, dass alles schon festgelegt ist.
3. Ein entscheidender Punkt: Für welche Lichtsituation wurde das Preset entwickelt?
Beim Presets kaufen wird dieser Aspekt oft komplett übersehen. Viele Presets sind nicht für eine konkrete Lichtsituation entwickelt, sondern sollen universell einsetzbar sein. Genau das ist ihr größtes Problem.
Studio, Indoor Daylight und Outdoor unterscheiden sich massiv. Lichtfarbe, Kontraste und Reflexionen wirken völlig unterschiedlich auf Haut und Farben. Ein Preset, das im Studio funktioniert, kann draußen schnell kippen – und umgekehrt.
Gute Presets sind deshalb immer spezialisiert. Sie sind für bestimmte Bedingungen gebaut und genau dort zuverlässig.
4. Portraitfotografie braucht andere Presets als andere Genres
Nicht jedes Preset, das für Landschaft oder Lifestyle funktioniert, ist automatisch für Portraits geeignet. Haut ist sensibel. Kleine Farbverschiebungen fallen sofort auf und entscheiden darüber, ob ein Bild hochwertig oder künstlich wirkt.
Wer Portraitfotografie ernst nimmt, sollte beim Presets kaufen darauf achten, dass:
Hauttöne sauber behandelt werden
Farben nicht überbetont sind
Kontraste kontrolliert bleiben
Anpassungen sinnvoll möglich sind
Alles andere kostet langfristig Zeit und Nerven.
5. Der Worst Case: Das 1.000-Presets-Pack 🤯
Einer der größten Worst Cases in der Bildbearbeitung ist kein einzelner Regler, sondern ein Produkt: das überdimensionierte Preset-Pack. Pakete mit mehreren hundert oder sogar tausend Presets wirken auf den ersten Blick attraktiv. In der Praxis führen sie jedoch häufig zu Überforderung statt zu besseren Ergebnissen. Fotograf:innen verlieren schnell den Überblick, klicken sich durch unzählige Looks und haben am Ende das Gefühl, dass nichts wirklich passt.
Das Hauptproblem liegt weniger in der Menge als in der stilistischen Streuung. Viele Presets arbeiten mit sehr starken Farbverschiebungen, extremen Kontrasten oder bewusst emotionalisierten Bildstimmungen. Ein großer Teil dieser Looks ist für den professionellen Alltag kaum nutzbar, weil er zu speziell, zu dominant oder visuell nicht konsistent genug ist. Entsprechend bleibt ein erheblicher Teil solcher Pakete dauerhaft ungenutzt.
Was dabei oft übersehen wird: Presets entstehen nie neutral. Sie spiegeln immer eine bestimmte Bildästhetik, Sehgewohnheiten und Marktlogik wider. Unterschiedliche Märkte bevorzugen unterschiedliche Bildsprachen – von sehr weichen, stark stilisierten Looks bis hin zu klareren, reduzierteren und zeitloseren Bildwelten. Treffen diese ästhetischen Vorstellungen nicht aufeinander, entsteht schnell der Eindruck, dass Presets „nicht funktionieren“, obwohl sie technisch korrekt umgesetzt sind.
Gerade im europäischen Kontext werden Bildlooks häufig zurückhaltender, strukturierter und weniger effekthaft wahrgenommen. Stark emotionalisierte oder sehr dominante Presets wirken hier schneller überladen oder nicht mehr zeitgemäß. Das ist keine qualitative Bewertung, sondern eine Frage von kulturellem Kontext, Zielgruppe und visueller Erwartung.
Das Ergebnis bleibt jedoch gleich: Statt den Workflow zu vereinfachen, erzeugen große Preset-Pakete Unsicherheit. Man probiert zu viel aus, verliert die visuelle Linie innerhalb einer Serie und entfernt sich zunehmend vom eigenen fotografischen Stil.
6. Warum viele Presets kein Qualitätsmerkmal sind
Die Anzahl von Presets sagt nichts über deren Qualität aus. Große Pakete suggerieren Auswahl, führen in der Praxis aber oft zu Entscheidungsstress. Welcher Look passt wirklich? Warum wirken Serien uneinheitlich? Warum fühlt sich nichts klar an?
Ein kleiner, klar strukturierter Preset-Pool ist im Alltag fast immer die bessere Wahl. Wenige, sauber abgestimmte Presets helfen dabei, schneller Entscheidungen zu treffen, konsistent zu arbeiten und einen eigenen fotografischen Look zu entwickeln – statt ständig zwischen Stilen zu wechseln.
Gute Presets sind keine Effekte, sondern Werkzeuge. Sie unterstützen die Bildsprache, statt sie zu dominieren. Qualität zeigt sich nicht in der Anzahl der Optionen, sondern in Klarheit, Wiedererkennbarkeit und einem Look, der zum eigenen Markt passt.
7. Anleitung und Verständnis gehören zur Qualität dazu
Ein gutes Preset kommt nicht allein. Es braucht Erklärung, Kontext und Anleitung. Wer Presets kauft und keinerlei Unterstützung bekommt, bleibt mit Fragen allein – und nutzt das Potenzial des Tools nie vollständig.
Qualität zeigt sich auch darin, ob erklärt wird:
wie das Preset gedacht ist
für welches Licht es geeignet ist
welche Anpassungen sinnvoll sind
Presets sind kein Geheimwissen. Sie funktionieren am besten, wenn man versteht, wie sie aufgebaut sind.
8. Fazit: Presets kaufen heißt, Entscheidungen treffen
Presets kaufen ist keine Abkürzung, sondern eine Entscheidung für einen bestimmten Arbeitsstil. Gute Lightroom Presets unterstützen dich dabei, schneller, konsistenter und bewusster zu arbeiten. Schlechte Presets erzeugen Frust und Unsicherheit.
Wenn du weißt, worauf du achten musst – Spezialisierung, Anpassbarkeit, Hauttöne und Klarheit – triffst du automatisch bessere Entscheidungen.
Starte mit meinem kostenlosen Lightroom Tutorial
Wenn du sehen willst, wie ich mit meinen Presets arbeite und worauf ich bei Hauttönen, Kontrasten und Retusche achte, dann schau dir mein kostenloses Tutorial an.
Premium Presets für Portrait- & Editorial-Fotografie – entwickelt für jedes Lichtsetting.
Hi, ich bin Julia – Portraitfotografin und Photo Artist von Hey Poly. Meine Lightroom Presets sind aus meiner Arbeit mit Licht entstanden – zwischen Studio, Outdoor und Mischlicht. Ich wollte Looks, die unabhängig vom Setting funktionieren: konsistent, stylish und mit dieser cinematischen Tiefe, die Bilder lebendig macht.
Im Showcase siehst du meine Presets im Einsatz – echte Shootings, echtes Licht, echte Ergebnisse. Im Shop findest du alle Hey Poly Presets – abgestimmt auf unterschiedliche Lichtbedingungen.
Du möchtest sehen, wie schnell du mit den Presets beeindruckende Looks erzeugst? Dann schau dir mein kostenloses Lightroom Tutorial an – dort zeige ich meinen Workflow Schritt für Schritt.